Industriebodenbeläge müssen unterschiedlichste Arbeitseinsätze ermöglichen und sind daher unzähligen mechanischen und chemischen Belastungen ausgesetzt. Daher spielt das für den Bodenbelag verwendete Material eine entscheidende Rolle. Ebenso wichtig ist die Beseitigung von Schmutzablagerungen, da diese zu einer vorzeitigen Zustandsverschlechterung der Oberfläche und der Maschinen führen, aber auch die Gesundheit der Arbeiter gefährden können.
Die Haupteigenschaften des Industriebodens
Industriebodenbeläge sind für Arbeitsumgebungen bestimmt und müssen bestimmten Standards entsprechen, die sich von denen für Wohnbereiche unterscheiden. Es gibt keine einheitliche Formel für seine Herstellung, doch bei der Konzeption und Planung des Oberflächenbelags kommen eine Reihe von Faktoren zum Tragen: Funktionalität, Sicherheit, Widerstandsfähigkeit, erforderliche Leistung, Budget und ästhetisches Erscheinungsbild.
Zu den wichtigsten Aspekten gehören sicherlich die Widerstandsfähigkeit – d. h. die Fähigkeit des Industriebodenbelags, der täglichen Abnutzung standzuhalten, insbesondere bei der Beanspruchung durch große Maschinen und schwere Fahrzeuge – und die Langlebigkeit, um vorzeitige Reparaturen zu vermeiden.
Bei der Verlegung muss neben dem wichtigen Kostenfaktor auch die Ästhetik bewertet werden, insbesondere in der heutigen Zeit, in der das Aussehen die Wahrnehmung der Menschen erheblich beeinflusst.
Ein moderner, professioneller und optisch ansprechender Bodenbelag ist ein „Hingucker“ für Kunden und Lieferanten und trägt zu einem besseren Arbeitsplatz für Angestellte und Mitarbeiter bei.
Die beliebtesten Industrieböden
Bei der Planung des Industriebodenbelags muss seine Zweckbestimmung berücksichtigt werden. Auch wenn angesichts des riesigen Anwendungsspektrums (Fabriken, Logistikzentren, Lagerhallen, Werkshallen, Einzelhandelsgeschäfte usw.) nicht jeder einzelne Fall behandelt werden kann, so werden doch einige Baustoffe häufig verwendet.
- Betonböden werden sicherlich weltweit am häufigsten eingesetzt, da sie sich für schwere Lasten eignen und sehr robust sind. Sie können mit einer wasserdichten Beschichtung versehen werden.
- Der Hubschrauberbetonboden erscheint dank der Bearbeitung durch die mechanische Kelle, die auch „Hubschrauber“ genannt wird, extrem glatt. Er kann gefliest oder beschichtet werden. Er eignet sich für den Innen- und ist belastbar sowie widerstandsfähig gegenüber Abrieb, chemischen und mikrobiologischen Einflüssen. Die geschliffene Oberfläche erleichtert die Reinigung und Instandhaltung.
- Harzböden sind eine beliebte Option für Arbeitsbereiche, da sie die richtige Balance zwischen Haltbarkeit und ansprechendem Design bieten. Trotz ihrer glatten Oberfläche können Harzböden mit einer rutschfesten Beschichtung ausgeführt werden, was sie äußerst vielseitig macht. Darüber hinaus ist er nicht porös und wirkt somit als Barriere gegen das Eindringen von Schmutz und Schimmel.
- Selbstnivellierende Bodenbeschichtungen werden aus Mörteln herstellt, die sich gleichmäßig auf der Oberfläche verteilen. Sie sind ideal für alle, die einen glatten, einheitlichen und gleichmäßigen Untergrund erhalten wünschen.
Der Feind von Industrieböden ist der Schmutz
In einer weiträumigen Arbeitsumgebung können sich Staub, Schimmel, Bakterien und verschiedene Abfälle ansammeln. Dies kann zu einer Reihe von Folgen führen: von Gesundheitsschäden für die Arbeitnehmer (z. B. Atemwegserkrankungen) durch eine schlechte Raumluftqualität bis hin zum vorzeitigen Verschleiß der Maschinen. Dies ist nicht nur ein Sauberkeitsproblem, sondern auch ein Risikofaktor, der je nach Branche in betrieblichen Sicherheitsdokumenten (wie DVR) oder Hygieneprogrammen (HACCP) sorgfältig zu bewerten ist.
Ölflecken, Fette, Kraftstoffe, Rückstände aus der Lebensmittelverarbeitung, Verarbeitungs- und Umweltstaub, Reifenabrieb, Klebstoffreste durch abgenutzte Markierungslinien, Schimmel: Diese Substanzen greifen industrielle Oberflächen besonders häufig an.
Um die Lebensdauer des Bodenbelags nicht zu verkürzen, sollte das Problem systematisch und effektiv durch regelmäßige Reinigungsarbeiten angegangen werden. Dabei ist es wichtig, Schmutz und Schmutzschichten durch mechanische und chemische Mittel zu entfernen. Auf diese Weise lassen sich auch unerwartete Betriebskosten vermeiden, die den Sicherheitsbereich betreffen und durch Arbeitsunfälle entstehen können, oder durch ungeplante außerordentliche Maßnahmen, um den ursprünglichen Zustand der Oberflächen wiederherzustellen.
Vorgehensweise:
- Je nach Art des vorhandenen Schmutzes sind spezielle Reinigungsmittel auszuwählen.
- Die mechanische Reinigung ist sicherlich das am häufigsten eingesetzte Verfahren. Hier hat man die Qual der Wahl: Es gibt Kehrmaschinen, Staubsauger, Nasssauger und Hochdruckreiniger. Am beliebtesten ist jedoch die Scheuersaugmaschine, da sie den Boden sowohl reinigt als auch trocknet.
- Außergewöhnliche Reinigungsmaßnahmen wie Wachsen, Polieren oder das Entfernen von Reifenspuren sind wichtig und sollten regelmäßig eingeplant werden.
- Der Einsatz von Überwachungssoftware zur Echtzeitüberprüfung des Stands der Reinigungsarbeiten verbessert die Verwaltung der Arbeitsphasen und die Planung.
Die Baustoffe für Industrieböden sind so unterschiedlich wie die in den verschiedenen Umgebungen ausgeführten Arbeiten und wie der dort entstehende Schmutz. Daher sollte vorab eine Analyse des Standorts durchgeführt und ein spezieller Reinigungsplan erstellt werden, um den maximalen Ertrag aus den Reinigungsarbeiten zu erzielen. Dieser Ansatz sollte gemäß den geltenden Vorschriften im Bereich Sicherheit und Hygiene auch die spezifischen Risiken berücksichtigen, die von der Arbeitsumgebung und den durchgeführten Arbeitsverfahren ausgehen.
Eine wichtige Veranstaltung für alle, die sich über diese Themen informieren und mehr darüber erfahren möchten, ist die Parts2clean 2025: Die internationale Leitmesse für industrielle Teile- und Oberflächenreinigung findet vom 7. bis 9. Oktober in Stuttgart statt.